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Was beschäftigt uns gerade? Welche Technologien begeistern uns? Und welche Learnings aus unseren Projekten möchten wir teilen? In unserem Blog geben wir Einblicke in unsere Arbeit, kommentieren Entwicklungen und teilen Wissen aus der Praxis – für Entwickler, Entscheider und digitale Enthusiasten.

Begriffsglossar Die wichtigsten Begriffe im Überblick

Was ist ein MVP?

Ein Minimum Viable Product ist die einfachste funktionsfähige Version eines Produkts oder einer Software – gerade ausreichend, um die Kernfunktion zu testen und Feedback von echten Nutzern zu erhalten. Kein vollständiges Feature-Set, keine Perfektion, aber funktional genug, um die zentrale Hypothese zu validieren.

Warum ist das ein guter Ansatz?

MVPs sparen Zeit und Geld. Statt monatelang an einem perfekten Produkt zu arbeiten, das am Ende niemand braucht, wird schnell eine testbare Version gebaut. Echtes Nutzer-Feedback zeigt früh, ob die Richtung stimmt – oder ob nachjustiert werden muss. Das reduziert das Risiko von Fehlinvestitionen drastisch.

Wann setzen wir MVPs ein?

Immer dann, wenn Unsicherheit besteht: Wird das Feature genutzt? Löst das Produkt das Problem wirklich? Ist die Zielgruppe bereit zu zahlen? Ein MVP klärt diese Fragen schnell und pragmatisch. Besonders bei neuen Geschäftsmodellen, innovativen Features oder wenn Budgets begrenzt sind, ist der MVP-Ansatz die klügere Wahl als Big-Bang-Releases.

Was ist ein Mock-Up?

Ein Mock-Up ist eine visuelle Darstellung eines Designs oder einer Benutzeroberfläche – statisch, aber detailliert. Es zeigt, wie eine Website, Anwendung oder ein Feature später aussehen wird: Layout, Farben, Typografie, Elemente. Mock-Ups sind nicht klickbar und haben keine Funktionen, aber sie visualisieren das Endergebnis präzise.

Wann setzen wir Mock-Ups ein?

Mock-Ups kommen zum Einsatz, wenn Design-Entscheidungen abgestimmt werden müssen – vor der Entwicklung. Sie helfen Kunden, das Endergebnis zu verstehen, bevor Code geschrieben wird. Das vermeidet Missverständnisse und teure Anpassungen später. Auch intern nutzen wir Mock-Ups, um Layouts zu diskutieren und UX-Entscheidungen zu treffen.

Beispiele

  • Website-Relaunch: Mock-Ups zeigen die neue Startseite, die Navigationsstruktur und Detailseiten – bevor die erste Zeile HTML geschrieben wird.
  • Dashboard-Design: Visualisierung eines Admin-Bereichs mit Tabellen, Grafiken und Filtern – um Usability frühzeitig zu testen.
  • Shop-Layout: Mock-Ups für Produktseiten, Warenkorb und Checkout-Prozess – zur Abstimmung mit dem Kunden vor der technischen Umsetzung.

Was ist Performance?

Performance beschreibt, wie schnell und flüssig eine Website oder Anwendung läuft. Dazu gehören Ladezeiten, Reaktionsgeschwindigkeit und die generelle User Experience. Pagespeed ist der messbare Teil davon: Wie schnell lädt eine Seite vollständig?

Wie misst man Performance?

Standard-Tools sind Google PageSpeed Insights, Lighthouse und WebPageTest. Sie analysieren Ladezeiten, rendern von Inhalten, Größe von Ressourcen und geben konkrete Optimierungsvorschläge. Wichtige Metriken: Largest Contentful Paint (LCP), First Input Delay (FID) und Cumulative Layout Shift (CLS) – die sogenannten Core Web Vitals.

Wie erreichen wir schnelle Seiten?

Schnelle Seiten sind kein Zufall, sondern Handwerk:

  • Optimierte Bilder: WebP-Format, Komprimierung, Lazy Loading
  • Minimierter Code: CSS und JavaScript komprimiert und gebündelt
  • Caching: Browser-Caching und serverseitiges Caching (z.B. Redis, Varnish)
  • Content Delivery Networks (CDN): Statische Inhalte geografisch verteilt ausliefern
  • Effizientes Hosting: Leistungsstarke Server mit schnellen SSDs
  • Sauberer Code: Keine unnötigen Plugins, schlanke Frameworks

Performance ist kein nachträglicher Luxus, sondern Teil jeder Entwicklung. Langsame Seiten verlieren Nutzer – und Umsatz.

Was ist TYPO3?

TYPO3 ist ein Open-Source Content Management System (CMS), entwickelt seit 1998 und eine der leistungsstärksten Lösungen für komplexe Websites. Es eignet sich besonders für Projekte mit umfangreichen Inhalten, mehreren Redakteuren und individuellen Anforderungen – von Unternehmenswebsites über Portale bis zu mehrsprachigen Plattformen.

Lizenz: GPL

TYPO3 steht unter der GNU General Public License (GPL) – das bedeutet: frei nutzbar, keine Lizenzkosten, vollständiger Zugriff auf den Quellcode. Anpassungen sind erlaubt und erwünscht. Keine Abhängigkeit von einem Hersteller, keine Vendor-Lock-ins.

Vorteile von TYPO3

  • Flexibilität: Individuell erweiterbar, keine Grenzen bei Custom-Entwicklungen
  • Skalierbarkeit: Funktioniert für kleine Websites und große Enterprise-Projekte
  • Mehrsprachigkeit: Native Unterstützung für mehrsprachige Inhalte
  • Redaktionssystem: Durchdachte Rechteverwaltung, strukturierte Content-Pflege
  • Langlebigkeit: Über 25 Jahre Entwicklungsgeschichte, stabile Releases, langfristige Wartung
  • Community: Aktive Entwickler-Community, regelmäßige Updates, Events wie T3CMP (TYPO3 BarCamp)

Einordnung zu anderen Systemen

Im Vergleich zu WordPress ist TYPO3 technisch anspruchsvoller, aber deutlich leistungsfähiger bei komplexen Anforderungen. Während WordPress einfach zu starten ist, stößt es bei größeren Projekten schnell an Grenzen. TYPO3 ist von Anfang an für Komplexität gebaut.

Im Vergleich zu Baukästen wie Wix oder Squarespace bietet TYPO3 keine Einschränkungen: Volle Kontrolle über Code, Design und Funktionalität. Baukästen sind schnell, aber unflexibel – TYPO3 ist flexibel, aber braucht Expertise.

Im Vergleich zu Enterprise-CMS wie Adobe Experience Manager oder Sitecore ist TYPO3 kostenlos und Open Source. Keine Lizenzgebühren, keine Abhängigkeit, aber die gleiche Leistungsfähigkeit.

Unser Ansatz: TYPO3 ist unsere erste Wahl für Projekte, bei denen Content-Publikation im Fokus steht und individuelle Anforderungen Standard-Lösungen sprengen.

Hosting als Commodity

Hosting ist heute eine Commodity – verfügbar, zuverlässig, skalierbar. Die Zeiten, in denen Server-Infrastruktur ein limitierender Faktor war, sind vorbei. Moderne Hosting-Anbieter bieten leistungsstarke Server zu fairen Preisen, mit PHP-Unterstützung, Datenbanken und allen Tools, die für Webentwicklung nötig sind.

Provider-Agnostisch

Wir arbeiten Provider-agnostisch – das heißt, wir entwickeln nicht für einen spezifischen Hoster, sondern setzen auf Standard-Technologien, die überall laufen. Ob Hetzner, 1&1 (IONOS), Mittwald oder andere Anbieter: Solange der Server PHP, MySQL/MariaDB und gängige Tools unterstützt, funktioniert unsere Software.

Warum ist das wichtig?

Flexibilität: Kunden sind nicht an einen Provider gebunden. Wenn ein Hoster nicht mehr passt, kann gewechselt werden – ohne Code anzufassen.

Kosteneffizienz: Wir wählen den Hoster nach Preis-Leistung und Anforderungen, nicht nach Abhängigkeiten.

Zukunftssicherheit: Keine Vendor-Lock-ins. Die Software läuft auch in zehn Jahren noch – egal wo.

Speziell für PHP-Software

PHP-Hosting ist weit verbreitet und günstig. Die meisten Standard-Hoster bieten PHP ab Werk an – inklusive Apache/Nginx, Composer, SSH-Zugang. Das macht Hosting für TYPO3, Symfony oder Custom-Anwendungen unkompliziert. Kein Bedarf an teuren Spezial-Lösungen.

Unser Ansatz: Wir beraten bei der Wahl des Hosters, setzen auf Standard-Technologien und sorgen dafür, dass Projekte überall laufen – nicht nur bei einem Anbieter.

Design gibt Orientierung

Gutes Design ist keine Dekoration, sondern Orientierung. Es lenkt den Blick, strukturiert Informationen und macht klar, was wichtig ist. Nutzer müssen nicht nachdenken – sie verstehen intuitiv, wo sie sind und was sie tun sollen. Design schafft Hierarchie, Lesbarkeit und Usability.

Design ist Handwerk

Design ist erlernbar, wiederholbar und basiert auf Prinzipien: Kontrast, Weißraum, Typografie, Farbtheorie. Es gibt Regeln – nicht als Dogma, sondern als Werkzeug. Gutes Design entsteht nicht durch Inspiration allein, sondern durch handwerkliches Können und Erfahrung.

Design ist reichlich objektiv

Auch wenn Geschmack subjektiv ist: Ob ein Design funktioniert, ist messbar. Ist die Schrift lesbar? Ist der Call-to-Action erkennbar? Finden Nutzer sich zurecht? Design lässt sich testen, bewerten und optimieren. Es gibt bessere und schlechtere Lösungen – nicht nur unterschiedliche Meinungen.

Design ist keine Kunst

Kunst ist selbstreferenziell, Design löst Probleme. Kunst darf provozieren, Design muss funktionieren. Ein Interface ist kein Kunstwerk – es ist ein Werkzeug. Schönheit ist willkommen, aber nur, wenn sie die Funktion nicht behindert. Design dient dem Nutzer, nicht dem Designer.

Screendesign in der Praxis

Screendesign ist die Übersetzung dieser Prinzipien auf digitale Interfaces: Websites, Apps, Dashboards. Es geht um Layout, Farben, Typografie, Interaktionselemente – alles mit dem Ziel, Nutzern die Bedienung zu erleichtern.

Unser Ansatz: Wir gestalten Interfaces, die funktionieren. Nicht weil wir Geschmack haben, sondern weil wir wissen, wie Nutzer denken. Design ist bei uns kein Selbstzweck, sondern Teil der Lösung.

Kanban ist ein schlanker, visuell gesteuerter Arbeitsansatz, der Aufgaben auf einem Board sichtbar macht und den gesamten Workflow transparent abbildet. Jede Aufgabe wandert Schritt für Schritt durch definierte Prozessphasen – von „To Do“ über „In Arbeit“ bis „Fertig“. Das Prinzip: Arbeit begrenzen, Fluss optimieren, Engpässe früh erkennen.

Warum ist das ein guter Ansatz?

  • Maximale Transparenz über den aktuellen Projektstatus
  • Klare Prioritäten und weniger ungeplante Wechsel
  • Früherkennung von Bottlenecks und schnellere Reaktionsfähigkeit
  • Kontinuierliche Verbesserung von Abläufen und Zusammenarbeit
  • Ideal für Teams, die parallel an vielen Themen arbeiten

Einordnung und Einsatz

Kanban eignet sich besonders für kontinuierliche Arbeitsabläufe ohne feste Sprint-Zyklen – etwa bei laufender Betreuung, im Support, in Redaktionen oder überall dort, wo Aufgaben unregelmäßig eintreffen und flexibel priorisiert werden müssen.

Unser Ansatz

Wir nutzen Kanban, wenn Projekte oder Prozesse einen stetigen, gleichmäßigen Arbeitsfluss benötigen. Durch die klare Visualisierung und die Fokussierung auf laufende Aufgaben bleibt das Team handlungsfähig, konzentriert und effizient – selbst dann, wenn Anforderungen häufig wechseln.

Agile Methoden sind moderne Arbeitsansätze, die Projekte nicht als starre Gesamtplanung verstehen, sondern als flexible Reise: Schritt für Schritt, mit klaren Etappen und regelmäßigen Zwischenzielen. Statt monatelang im Verborgenen zu entwickeln, liefern Teams früh sichtbare Ergebnisse und reagieren direkt auf neue Erkenntnisse.

Was ist Scrum?

Scrum ist der bekannteste agile Rahmen. Es strukturiert die Zusammenarbeit in kurzen, wiederkehrenden Arbeitsphasen (Sprints) und sorgt mit festen Rollen, regelmäßigen Meetings und klaren Verantwortlichkeiten für Fokus, Transparenz und ein hohes Tempo in der Umsetzung. So bleibt ein Projekt nicht nur beweglich, sondern auch berechenbar.

Warum ist das ein guter Ansatz?

  • Früh sichtbare Ergebnisse statt langer Wartezeiten
  • Hohe Anpassungsfähigkeit, wenn sich Anforderungen ändern
  • Transparente Prozesse, klare Verantwortlichkeiten
  • Regelmäßiges Feedback für bessere Qualität und sichere Entscheidungen
  • Weniger Risiko durch iterative, nachvollziehbare Schritte

Einordnung und Einsatz

Agile Methoden – und besonders Scrum – eignen sich überall dort, wo Projekte komplex sind, Ideen sich weiterentwickeln oder Lösungen erst im gemeinsamen Prozess entstehen. Ein fester Plan hilft hier nur bedingt; entscheidend ist die Fähigkeit, schnell zu lernen und flexibel zu reagieren.

Unser Ansatz

Wir setzen agile Methoden und Scrum ein, wenn Projekte dynamisch, vielschichtig oder innovativ sind – also genau dann, wenn ein traditionelles Projektvorgehen zu starr wäre. Agil bedeutet für uns: gemeinsam gestalten, schnell testen, kontinuierlich verbessern.

Die MCP-Server-Extension bringt KI-Unterstützung sicher in TYPO3. Änderungen an Seiten und Inhalten erfolgen zunächst in Workspaces, sodass die Live-Website unberührt bleibt, bis alles freigegeben wird.

Warum ist das ein guter Ansatz?

  • KI erledigt wiederkehrende Aufgaben wie Übersetzungen, SEO oder Content-Migration
  • Arbeit in Workspaces sorgt für Sicherheit und Kontrolle
  • Schnellere, konsistente Ergebnisse bei komplexem Content

Einordnung und Einsatz

Die Extension eignet sich immer dann, wenn KI Content-Management-Aufgaben übernehmen soll, ohne Live-Inhalte zu gefährden – ideal für Übersetzungen, SEO-Optimierungen, Massenaktualisierungen oder Inhaltsstandards.

Installation:

composer require hn/typo3-mcp-server (TYPO3 v13.4+, Workspaces erforderlich)

Anbindung:

  • OAuth für sicheren Fernzugriff
  • Lokale Kommandozeilen-Verbindung für Admin-Nutzung

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